Aktuelles
Unter dem Motto "Suchet der Stadt Bestes" lud die evangelische und katholische Kirche 6 Oberbürgermeister Kandidaten ein. Durch die Veranstaltung führte Dekan Sichelstiel und Pfarrer Hermany. Es ging bei den Fragen um den eigenen Bezug zur Kirche und an die Erwartungen an die Kirche. Jeder Kandidat hatte 1 Minute Zeit sich zu jeder Frage zu äußern. Bei den thematischen Fragen wurde die Haltung zur Frage "Flüchtlingskinder aus griechischen Flüchtlingslagern ohne Wenn und Aber aufzunehmen" abgefragt. Fast alle der anwesenden OB Kandidaten stimmten da zu. Bis auf den amtierenden Oberbürgermeister Thomas Jung und Stadträtin Heidi Lau, die zur Besonnenheit in dieser Frage aufriefen und klar machten, dass wir weder in Fürth noch in Deutschland alle Migranten aufnehmen könnten, die das wollten. Auch die Frage der Sonntagsöffnungen der Geschäfte wurde erörtert. Die Kirchen und die Gewerkschaften wehren sich vehement gegen diese Praxis und wollen am liebsten einen grundgesetzlich geschützten Sonntag. Während der Vertreter der Grünen und der Linken dem zustimmten, kam wieder Kritik von Seiten des amtierenden Oberbürgermeisters und der Stadträtin Heidi Lau. Thomas Jung verwies darauf, wie wichtig diese Sonntage für viele Geschäfte in der Innenstadt seien. Für Heidi Lau können diese verkaufsoffenen Sonntage auch eine Gelegenheit sein, dass Familien mit ihren Kindern auch gemeinsam mal einkaufen gehen können. Zuletzt ging es noch um das Demokratieverständnis und die Beteiligung von Bürgern auf kommunaler Ebene. Heidi Lau bemängelte das Demokratieverständnis der Kirche, da auf dem Podium nicht alle Parteien saßen, die demokratisch bei der Landtagswahl in Bayern gewählt wurden. Ausgrenzung war noch nie ein guter Weg. Man kann durchaus verschiedener Meinung sein, aber ein Meinungsaustausch muss möglich sein. Dann merkte Lau noch an, dass die Freien Wähler grundsätzlich die Beteiligung der Bürger wünschen, das zeigen die vielen, von den Freien Wählern initiierten erfolgreichen Volksbegehren, wie z.B. die Abschaffung der Studiengebühren und der Straßenausbaubeitragssatzung und die Wiedereinführung des 9 stufigen Gymnasiums .