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Hans-Böckler-Schule (aus dem Schul- und Sportausschuss)
Thema Hans-Böckler-Schule
Gefahr für die Hans-Böckler-Schule ! Will die SPD ein Ausbluten der HBS ?
Beschlüsse des Stadtrats gefährden den Bestand der einzigen städtischen Realschule.
Aufgrund einer Anfrage der CSU war der Leiter der Hans-Böckler-Schule (HBS), Herr Thomas Bedall, im Dezember Schulausschuss anwesend. Er erklärte, dass er hoch enttäuscht sei, erst jetzt in den Ausschuss eingeladen zu werden. Schockiert sei er von der Einsparungsliste vom November 2010 gewesen , in der eine Zweizügigkeit, d.h. zukünftig nur noch 2 Klassen pro Jahrgangsstufe, der HBS angestrebt werde. Er sprach von großer Unkenntnis und fehlender Sachkenntnis der Stadträte. Solche Einsparungen an einer Schule im Rahmen von Haushaltskonsolidierungen seien in ganz Mittelfranken einmalig. Die Nürnberger sparen zwar auch, aber auf keinen Fall an ihren Schulen. Die werden in der Nachbarstadt sogar ausgebaut. In Finnland, das bei der PISA Studie stets in vorderster Reihe steht, sind 99% aller Schulen kommunal.
Im aktuellen Schuljahr durften an der HBS aus Sparsamkeitsgründen nur noch drei Eingangsklassen gebildet werden. Über 36 Eltern waren sauer und wütend, weil ihre Kinder nicht an der HBS aufgenommen wurden. Eine Zweizügigkeit macht die Schule kaputt und selbst bei einer Dreizügigkeit kann das Niveau der Schule nicht gewährleistet werden. Manche Fächer können nicht gegeben werden , Wahlfächer nicht angeboten. Man darf eine Schule nicht als reinen Kostenfaktor betrachten, so das Fazit Bedalls.
Bürgermeister Braun bot als Beschlussvorschlag im Ausschuss an, eine Garantie für die Dreizügigkeit der HBS zu beschließen.
Recht seltsam waren die Reaktionen einzelner Ausschussmitglieder. SPD Stadtrat Markus Bienk ereiferte sich sehr und warf Herrn Bedall das geringe Niveau seines Redebeitrags vor. Vorwurfsvoll mahnte er an, dass es nicht Sache eines Schulleiters sei, die Stadträte zu kritisieren. Scharf kritisierte er die Schärfe des Redebeitrags von Herrn Bedall und fand alles sehr bedauerlich.
SPD Stadtrat Hartmut Träger stellte klar:" Wir können uns keine 4 Eingangsklassen an der HBS leisten!"
Ein Ausweg wäre, dem Freistaat Bayern anzubieten, staatliche Klassen an der städtischen HBS einzurichten und natürlich für deren Kosten aufzukommen. Aber ob sich Bayern an diesem Deal beteiligen wird, bleibt abzuwarten. Dafür müssten erst mal Gespräche geführt werden. Bisher gab es diesbezüglich nur ein Vorgespräch mit dem zuständigen Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Mittelfranken, Herrn Seitz.
Die Freien Wähler Fürth bedauern den Beschluss der SPD Mehrheit, aus Sparsamkeitsgründen, die HBS ausbluten zu lassen. Das Einsparungspaket wurde daher
von der FW Stadträtin Heidi Lau auch abgelehnt.
