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Ablehnung höherer Kindergartenbeiträge
Erhöhung der Kindergartengebühren von Freien Wählern abgelehnt!

- Philipp und seine Mama Nina

- Einen preiswerten Kindergartenplatz für alle!
Kindergartengebühren schon wieder erhöht! Stadträtin Heidi Lau stimmt dagegen.
Der Stadtrat beschloss in seiner April Sitzung, die Gebühren für die städtischen Kindergärten zu erhöhen. Die letzte Beitragserhöhung der Kindergartengebühren erfolgte erst im September 2010 .
Diese Erhöhung wäre dann nach den Erhöhungen zum September 2009 und 2010 schon die Dritte innerhalb von 3 Jahren! Die unverhältnismäßige Erhöhung der Gebühren zwischen 3,4% und 5,9 % kann nach Meinung der Freien Wähler nicht akzeptiert werden.
Daher stimmte die Stadträtin der Freien Wähler, Heidi Lau, der erneuten Beitragserhöhung nicht zu. Trotz zahlreicher Proteste von Eltern wurde die Erhöhung von einer SPD und CSU Mehrheit dennoch beschlossen. Ab September 2011 kostet nun der günstigste 4-Stundentarif 83 € monatlich. Jede weitere Stunde kostet dann 10 € mehr. Besonders teuer wird es für Kinder unter 3 Jahren. Hier steigt der Tarif auf 108 € monatlich und jede weitere Stunde dann 12 €, so dass bei einem normalen Arbeitstag einer berufstätigen Frau Kosten von 180 € monatlich entstehen. Dazu kommen dann noch Verpflegungskosten von 36 € bis 50 € pro Monat hinzu, die man zudem nicht steuermindernd absetzen kann. Damit liegt dann die Stadt Fürth mit ihren Gebühren im Vergleich zu 99 untersuchten deutschen Städten der Studie „Kindergartenmonitor 2010“ der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) im oberen Bereich. Das ist deshalb umso unerfreulicher, da Bayern im Länderfinanzausgleich Millionen Euro auch an Rheinland-Pfalz zahlen muss, das ein kostenloses letztes Kindergartenjahr seinen Bürgern bietet. Unsere Steuergelder finanzieren also die Kindergartenplätze in Rheinland-Pfalz! Sollten sie nicht besser unsere eigenen bezahlen?
Besonders dramatisch entwickeln sich ab September 2011 die Gebühren für Krippenplätze! Der Sockelbetrag für 4 Stunden beträgt hier 186 €, jede weitere Stunde 25 €, so dass man für einen Tagesplatz im Monat bis zu 336 € zahlen muss. Dazu meint die junge Mutter Nina Bellmann ganz richtig: "Da lohnt es sich ja kaum, einen Arbeitsplatz auf 400 € Basis anzunehmen." Somit sind wieder die Mütter die Leidtragenden in unserem System.
